Everyone’s gonna get high

Den Mai habe ich mir auserkoren für Theaterbesuche und solcher gleichen. Gemeinhin bringt er ja neues, der Mai. Er begann mit der letzten Aufführung von „Kill you darlings“ von René Pollesch, der Absage an lose Netzwerke und Scheinhuberei. Melancholisch stimmte mich vor allem die Tatsache, mit was für einem Optimismus das fünf Jahre alte Stück angetreten war und wo sich die Welt inzwischen befindet. Fern von großen linken Ideen und man hofft wieder nur, nicht die ganz große Scheiße am Hacken zu haben.

Das Schauspiel Dortmund ging mit dem gleichen Anspruch an die großen Fragen der Zeit mit der „Borderline Prozession“ und scheiterte. Nicht unbedingt an der Aufmachung, die war sicherlich grandios. Aber es gab außer diffuser Gefühligkeit und allzu bekannten Zitaten keine Neuigkeiten. Schauspieler sollten nicht nur Staffage sein und mit dem Publikum interagieren. Das habe ich ein wenig vermisst an diesem Abend, der mit einem grandiosen Vollmond über der Spree in Schöneweide aufwartete.

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