Le Monstre

Als hätte ich vor zwei Jahren etwas verschluckt, eine große, bunte Glasmurmel und hätte sie heute unter dem Einfluss von Stress einfach wieder ausgespien. Alles, nichts, oder. Nichts Halbes und nichts Ganzes. Einen harten Strich machen. Keine halben Sachen mehr. Ein ganzer Kerl sein. Seine eigene Frau stehen. Etwas beenden. Zu Ende führen. Nein sagen. Klare Kante zeigen oder doch einfach nur müde sein.

Müde sein von den eigenen Willensbekundungen, Briefen und Zugeständnissen. Zugeständnissen zu haarsträubenden Geschichten, monotonem Verlassen werden und monotonem Wiederaufnehmen von aufgewärmter Brühe aus dem vergangenem Jahr. Über zwölf Stunden sich alles erzählen, beseelt sein, fliegen und schweben. Kalkulierter Absturz, keine Zugeständnisse mehr.

Beschimpft werden, roher Umgang, in die Bedeutungslosigkeit geschoben werden, damit die Süße einer winzigen Entschuldigung etwas von gezuckerten Rosen bekommt. Halbe Verachtung, halbe Wünsche für die Zukunft. Alles Gute, oder? Oder müsste man da noch nachjustieren, etwas noch einmal austesten und schauen, wie weit man gehen kann. Geht ja nie weit genug. Wunschlos glücklich oder unglücklich?

Wunschlos egal. Alles Gute. Bye. Tschö. Ciao.