Krankenhaus, die Achtzehnte

Nicht dass ich meine Krankenhausaufenthalte gezählt hätte, aber achtzehn fühlt sich zum einen überschaubar und zum anderen nicht mehr überschaubar an. Da bin ich also wieder gelandet und gestrandet. Die Mechanismen sind mir bekannt, die Trauer auch und die Melancholie, das Mitteilungsbedürfnis. Draußen dreht sich die Welt weiter, während man selbst ein ums andere Mal zum Stillstand gezwungen wird. Dieses Mal gibt es keine aufreibende Reha, vorerst keine OP und keine schwierige Nachbehandlung.

Ich bin in einer komfortablen Lage, in der ich vorerst nichts auf ewig entscheiden muss und ich kann weiter ausprobieren. Leben möchte ich natürlich. Endlich leben und alles und jedes Verflossene und Vergangene hinter mir lassen. Aufbruchsmäßig müsste ich sofort aufbrechen, alles kündigen und die Welt umreisen. Was eben nicht geht. Also schreibe ich die Abschlussarbeit, werde mich dort und woanders umhören, Dinge ausprobieren, dran bleiben, hartnäckig bleiben.

Gesund bleiben. Eine neue schwache Ahnung. Daran wird noch viel hängen, vor allem wie das Alter wird. Also bleibe ich gesund. Breche auf, lebe und werde glücklich.